20
Okt

Profitabler Holzboom – Wer sinnvoll und mit Impact investieren will setzt auf Timber-Investments.

Wie können Net Zero Asset und Impact Investoren vom Holzboom profitieren und wie investieren sie sinnvoll? Moderne Timber-Investments fokussieren auf die Klimawirkung der Industrie und auf die langfristige Speicherung von CO2 in Holzbauten.

Das Wachstum der nachhaltigen Anlagen setzt sich ungebremst fort: Swiss Sustainable Finance schreibt in ihrem Marktbericht 2022: «…das Volumen der nachhaltigen Anlagen ist um 30% auf 1‘982,7 Milliarden CHF gestiegen. Nachhaltige Mandate wiesen mit 109% die höchste Wachstumsrate auf. Nachhaltige Anlagefonds legten um 15% zu, nachhaltige Vermögenswerte von Asset Ownern um 11%.» Während das Anlagevolumen steigt, tut sich die Industrie aber noch immer relativ schwer mit klaren und für alle geltenden Nachhaltigkeitskriterien.

Parallel mit dem Boom der nachhaltigen Anlagen und der Klimadebatte rückt auch eine traditionelle Industrie in den Fokus der Investoren: Die Wald- und Holzindustrie. Nach Jahren mit niedrigem Wachstum und tiefen Holzpreisen durchläuft die Branche aktuell transformative Veränderungen: Verschiedene Regierungen – in der Schweiz, Europa und Amerika – unterstützen den Holzbau durch relevante regulatorische Änderungen und technische Innovationen lassen neu den Bau von Wolkenkratzern und Autobahnbrücken aus Holz zu.

Moderne Timber-Investments

Doch wie können Impact und Net Zero Asset Investoren von diesen Entwicklungen in der Wald- und Holzindustrie profitieren? Welche wirklich nachhaltigen Investmentmodelle könnte es in Zukunft geben? Früher waren Direktinvestments in Edelholzplantagen mit schwacher Korrelation zu Aktienmärkten gefragt, weil die Performance der Holzindustrie bescheiden war. Seit der Holzwende 2020 eröffnen sich Chancen mit deutlich höherer Wertschöpfung und Rendite Opportunitäten. Moderne Timber-Investments fokussieren auf die nachhaltige Klimawirkung der Industrie, das heisst auf die langfristige Speicherung des CO2 in Holzbauprodukten.

«Das Timber Anlageuniversum bietet bereits jetzt einige Opportunitäten, meist jedoch noch nicht auf die Speicherleistung von Holz fokussiert» sagt Thomas Fedrizzi, Co-Founder der in Zürich ansässigen Timber Finance Initiative, dem Kompetenzzentrum für Timber Investments. «Erste strukturierte Produkte wie der Timber Carbon Capture und Storage Index sind am Entstehen, und vereinfachen Anlageentscheide für diese noch wenig bekannte thematische Anlageklasse.»

Aktuell werden sogenannte «Timber Industry Holzfonds», Holzbauhypotheken oder auch Holzbau spezifische Immobilienfonds entwickelt.  Ein Holzfonds ist für Impact Investoren eine gute Möglichkeit, in solide KMUs aus der Wald- und Holzindustrie in der Schweiz und dem DACH-Raum zu investieren.

Der Holzbau muss monetarisierbar werden

Wenn es um Holz-Investments geht, dann muss neben den «klassischen» Anlageprodukten auch der CO2-Zertifikate-Markt erwähnt werden: Bis 2030 wird laut verschiedenen Studien ein Marktvolumen von 30. Mrd. USD auf dem CO2-Markt gehandelt. Die höchsten Preise erreichen dabei Carbon Removal Zertifikate, für die Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt werden und permanent gespeichert werden muss. Solche Zertifikate werden in Zukunft auch für Holzbauten ausgestellt werden können, was die Klimaleistung des Holzbaus monetarisierbar macht: Durch die langfristige Speicherung des CO2 ist der Holzbau eine Negativemissionstechnologie (NET).

Stefan Zöllig, Gründer von Timbatec Holzbauingenieure und Co-Gründer der Timber Finance Initiative, erklärt: «Eine der einfachsten, skalierbarsten und kostengünstigsten Lösungen für das Klima – und die Dekarbonisierung der Bauindustrie – ist der Holzbau: Allein in der Schweiz gibt es zusätzliches Potential für rund 1 Million Tonnen m3 an zusätzlich verbautem Holz pro Jahr. Ohne Reduktion der Waldfläche und mit gleichzeitigem Erhalt und Pflege unserer Wälder. Das heisst das zusätzliche Schweizer Klimapotential des Holzbaus liegt bei 1 Million Tonnen gespeichertes CO2 pro Jahr.  Gleichzeitig könnte damit klimaschädlicher Beton eingespart werden. Allein die Zementwerke in der Schweiz sind für gut 6 Prozent des nationalen CO₂-Ausstosses verantwortlich.»

Der Holzbau ist die skalierbarste NET

Der Ingenieurholzbau hat also eine grosse Zukunft als CO2-Speichertechnologie: Vorausgesetzt er wird von Klimastandards und den relevanten politischen Organen als Negativemissionstechnologie anerkannt. Alle Zeichen sprechen dafür, dass wir diesbezüglich auf dem richtigen Weg sind: Im Juli dieses Jahres hat der Climate Council der Vereinten Nationen UNFCCC «Timber in Construction» als CO2-Speichertechnologie in seine offizielle Nomenklatur mitaufgenommen.

Sinnvoll und mit Impact in Holz zu investieren ist also möglich – durch Direktinvestitionen in die Industrie, durch Investitionen in Holz-Indizes und durch Investitionen via Holzbauten.

Handelszeitung Artikel

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