Die Methodologie
Engineered Wood for Decarbonizing Construction
Relevanz für Klimaziele
Um bis 2050 Netto-Null zu erreichen, sind CO2-Speichertechnologien unverzichtbar. Traditionelle Vermeidungsstrategien allein können die verbleibenden Restemissionen nicht eliminieren. Deshalb gewinnen Negativemissionstechnologien (NET), die CO2 aktiv aus der Atmosphäre entfernen und langfristig speichern, zunehmend an Bedeutung. Seit 2022 wird der Holzbau international und in der Schweiz als CO2-Speicherlösung anerkannt.
Bild: Carbon Removal Credits
Um bis 2050 Netto-Null zu erreichen, braucht es eine Kombination aus Emissionsvermeidung und CO2-Entnahme. Carbon Removals leisten dabei einen unverzichtbaren Beitrag, indem sie verbleibende Emissionen ausgleichen und langfristig Kohlenstoff binden.
Das folgende Modell zeigt den Pfad sinkender Emissionen und zunehmender Negativemissionen bis 2100:
IPCC-anerkannte Carbon Removal-Technologien. Darstellung basierend auf Swiss Clean Tech (2024), angepasst nach der IPCC-Taxonomie (2023).
Potenzial des Holzbaus
Die Bauindustrie verursacht weltweit bis zu 40 % der CO2-Emissionen und wird in den kommenden Jahrzehnten erhebliche Mengen CO2 freisetzen. Holz ist das effizienteste Baumaterial zur Speicherung von Kohlenstoff. Im Holzbau wird das im Wald gebundene CO2 in der Tragkonstruktion gesichert und gleichzeitig emissionsintensive Materialien wie Beton und Stahl ersetzt.
Trotz dieses Potenzials entstehen derzeit weltweit nur etwa 1 % aller urbanen, mehrgeschossigen Bauten in Holz – vor allem aus Kostengründen und fehlenden Anreizen. Neue Instrumente sind daher notwendig, um diese Chancen zu nutzen und Holzbau zur wirksamen Klimaschutzmassnahme zu machen.
Während Wälder durch Klimawandel, Trockenheit und Brände zunehmend an Speicherleistung verlieren, ermöglicht der Holzbau den Transfer von temporärer CO2-Bindung im Wald in eine dauerhafte Speicherung in der gebauten Umwelt.
Diese höhere Nachfrage nach Holz verändert auch die Waldbewirtschaftung: Weg von der Nicht-Nutzung oder Verbrennung hin zur langfristigen Kaskadennutzung. Dadurch entstehen zusätzliche Wertschöpfungspotenziale für Waldbesitzer, und die Multifunktionalität und Resilienz der Wälder bleibt erhalten.
Temporäre CO2-Speicherung im Wald
Permanente CO2-Speicherung im Holzbau
Die Methodologie zu Engineered Wood for Decarbonizing Construction
Die weltweit erste ICROA-konforme VCS-Methodologie für den Holzbau ermöglicht es, CO2-Speicherung präzise zu quantifizieren und als Carbon Removal Credits zu zertifizieren. Seit 2022 entwickeln wir diesen Ansatz gemeinsam mit Partnern und Pilotprojekten. Die Anerkennung wird im dritten Quartal 2025 erwartet, parallel wird die Methodologie auf regionale Rahmenbedingungen angepasst.
Sie stellt sicher, dass nur tatsächlich gespeichertes und dauerhaft gebundenes CO2 angerechnet wird – vollständig transparent, unabhängig geprüft und gemäss höchsten Klimastandards. Künftig wird sie auch den EU-Carbon-Removals-Standard abdecken.
Die Methodologie berücksichtigt dabei alle Anforderungen an glaubwürdige CO2-Zertifikate, von der Quantifizierung über Permanenz bis zur Nachhaltigkeit:
Anforderungen unter ICROA
Emissionsreduktion: Basis konventionelles Gebäude mit Stahlbeton und Stahl
Kohlenstoffentfernung: Basis mit regionsspezifischer Verfallsfunktion für Holzprodukte (HWP)
3-Stufen-Prozess: 1) Entspricht das Projekt den aktuellen Bauvorschriften 2) Nachweis einer Investitionsbarriere 3) Keine Business-as-usual-Projekte.
Kohlenstoffspeicherpotential des Gebäudes gegen 100-Jahres-Basis berechnet: Zertifizierung nur der langlebigsten Elemente (tragende Struktur). Fokus auf Elemente, die zurückgewonnen und wiederverwendet werden können.
Ausschluss von Doppelzählungen: Anwendung einer Verfallsfunktion für Holzprodukte
Verschiedene Co-Benefits entsprechend der SDGs: Kreislaufwirtschaftsmodelle, Smart Cities, geringerer Energieverbrauch, Nutzung von Forstprodukten, Unterstützung nachhaltiger Waldwirtschaft, ...
Quelle: Grafik von Timber Finance, Anforderungen unter ICROA
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